Becken Diagnostik

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Becken-MRT · weibliches Becken

Becken-MRT in Ulm: das weibliche Becken präzise abbilden

Bei Endometriose, Myomen oder einem unklaren Befund an Gebärmutter oder Eierstock zeigt die MRT die Weichteile des Beckens in einer Genauigkeit, die kein anderes Verfahren erreicht, ohne Röntgenstrahlung. Für die Endometriose arbeiten wir mit einem eigens abgestimmten Untersuchungsprotokoll.

Gerade bei Beschwerden im Unterbauch dauert der Weg zur Klarheit oft lange. Wir nehmen uns dafür Zeit: mit einer sorgfältigen, dem Anlass angepassten MRT und einem Befund, der Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Arzt eine belastbare Grundlage für die nächsten Schritte gibt.

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Was wir mit der Becken-MRT untersuchen

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Endometriose

Endometriose bleibt oft über Jahre unerkannt. Im Mittel vergehen mehrere Jahre bis zur Diagnose. Das wollen wir mit einer strukturierten Bildgebung verkürzen helfen. Ergänzend zum frauenärztlichen Ultraschall, der in der Abklärung an erster Stelle steht, liefert die MRT eine vollständige Landkarte des Beckens: Sie stellt auch tief infiltrierende Herde dar, die im Ultraschall schwer zu erfassen sind: im Douglas-Raum, an den Haltebändern der Gebärmutter, am Darm, an Blase und Harnleitern.

Wir arbeiten mit einem eigens abgestimmten Endometriose-Protokoll nach den aktuellen Empfehlungen der Fachgesellschaften (hochauflösende Aufnahmen, krampflösendes Mittel für ein ruhiges Bild, strukturierte Befundung nach der ENZIAN-Landkarte). Für die reine Endometriose-Frage ist meist kein Kontrastmittel nötig. Der Befund ist so aufgebaut, dass er einer möglichen Operation direkt als Planungsgrundlage dient.

Was die MRT leisten kann, und was nicht: Sie macht Ausdehnung und Lage der Endometriose sichtbar und ergänzt damit das ärztliche Gespräch und den Ultraschall. Die endgültige Sicherung erfolgt je nach Situation weiterhin über die Frauenärztin oder den Frauenarzt, gegebenenfalls über eine Bauchspiegelung.

Adenomyose

Eine besondere Form ist die Adenomyose: Endometriose in der Muskelwand der Gebärmutter. Die MRT erkennt sie an einer verbreiterten Übergangszone der Gebärmutterwand und grenzt sie von Myomen ab, was für die Wahl der Behandlung von Bedeutung ist.

Myome

Vor einer organerhaltenden Behandlung von Myomen, einer Verödung über die Gefäße (Embolisation), einer Behandlung mit fokussiertem Ultraschall oder einer geplanten Operation, liefert die MRT die genaueste Übersicht über Zahl, Lage und Größe der Knoten und grenzt Myome von einer Adenomyose ab. Das hilft, das passende Verfahren zu wählen. Ein bösartiger Muskeltumor lässt sich mit keinem bildgebenden Verfahren völlig ausschließen. Die MRT kann aber Verdachtszeichen aufzeigen.

Gynäkologische Tumoren

Ist eine Tumorerkrankung bekannt oder besteht ein konkreter Verdacht, bestimmt die MRT die örtliche Ausdehnung, eine Grundlage für die Therapieplanung, die interdisziplinär erfolgt:

Gebärmutter (Endometrium- und Gebärmutterhals-Karzinom)

Beim Karzinom des Gebärmutterkörpers zeigt die MRT, wie tief der Tumor in die Muskelwand reicht; beim Gebärmutterhals-Karzinom stellt sie Größe und Ausbreitung ins umliegende Gewebe dar. Beides fließt in die Stadieneinteilung (FIGO) und die Behandlungsplanung ein.

Eierstock und Adnexe

Ist im Ultraschall ein Eierstockbefund unklar, ordnet die MRT ihn nach einem etablierten Schema (O-RADS) nach seinem Risiko ein. Das trennt gutartige von abklärungsbedürftigen Befunden zuverlässig und hilft, unnötige oder zu ausgedehnte Eingriffe zu vermeiden.

Rektum & perianale Fisteln

Enddarm-Karzinom: Staging für die Therapie

Beim Enddarm-(Rektum-)Karzinom ist die hochauflösende MRT der Standard für das örtliche Staging: Sie zeigt, wie weit der Tumor reicht und wie nah er der entscheidenden Gewebegrenze kommt: Angaben, die darüber mitentscheiden, ob vor einer Operation eine Vorbehandlung sinnvoll ist.

Perianale Fisteln

Bei Fistelgängen am After, häufig bei einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung wie Morbus Crohn, zeigt die MRT den genauen Verlauf der Gänge, verborgene Nebengänge und Abszesse. Das ist vor einer Operation entscheidend, um nichts zu übersehen und den Schließmuskel zu schonen.

Wie läuft Ihre Untersuchung ab?

MRT oder CT im Becken?

Im Becken ist die MRT die Schlüsseluntersuchung. Sie stellt die Weichteile ohne Röntgenstrahlung am genauesten dar. Das CT ergänzt sie dort, wo es um die Suche nach Absiedlungen in anderen Körperregionen, um Notfälle oder knöcherne Fragen geht. Welches Verfahren Ihre Frage beantwortet, stimmen wir vorab ab.

Wer kann ein MRT durchführen lassen?

Unsere Becken-MRT richtet sich an Menschen mit Beschwerden oder einem konkreten Befund. Sie ist eine gezielte Abklärung, kein allgemeiner Vorsorge-Scan. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, ergibt sich aus Ihrer Fragestellung, die wir mit Ihrer behandelnden Praxis abstimmen.

Wie bereite ich mich auf die Untersuchung vor?

Kommen Sie bitte mit mäßig gefüllter Blase, nicht komplett leer, aber auch nicht unangenehm voll. Metallteile oder einen Herzschrittmacher klären wir vorab über Ihren Fragebogen.

Wie ist der Ablauf Schritt für Schritt?
  1. Vor der Untersuchung legen wir Ihnen einen venösen Zugang und spritzen Buscopan, ein Medikament, das den Darm kurz ruhigstellt und so die Bildschärfe im Becken erhöht. Bei bestimmten Vorerkrankungen (etwa grünem Star, Herzrhythmusstörungen oder Harnverhalt) dürfen wir es nicht geben; das klären wir vorab über Ihren Fragebogen.
  2. Sie liegen bequem auf dem Rücken. Gegen die Klopfgeräusche erhalten Sie einen Gehörschutz, und über Klingel und Sprechkontakt sind Sie jederzeit mit uns verbunden.
  3. Bei der Endometriose-Abklärung kommen wir meist ohne Kontrastmittel aus; bei Tumorfragen geben wir es über den venösen Zugang. Den Zeitpunkt im Zyklus wählen wir nach Ihrer Fragestellung. Die Untersuchung dauert in der Regel etwa 15 Minuten.
  4. Nach dem Buscopan kann das Sehen kurz unscharf sein. Kommen Sie daher bitte nicht selbst mit dem Auto. Anschließend werten unsere Fachärzte die Bilder aus, und Ihre behandelnde Praxis erhält einen strukturierten Befund.

Kosten & Kostenübernahme

Eine Becken-MRT erfolgt in der Regel aufgrund einer konkreten medizinischen Fragestellung. Wir informieren Sie über die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme und beraten Sie gerne zu den nächsten Schritten.

Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?

Die Becken-MRT ist eine gezielte diagnostische Untersuchung bei Beschwerden oder einem konkreten medizinischen Befund – sie dient nicht als allgemeiner Vorsorge-Scan.

Mit einer ärztlichen Überweisung und entsprechender medizinischer Fragestellung wird die Untersuchung in der Regel von den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen übernommen.

Welche Untersuchung in Ihrem Fall sinnvoll ist, stimmen wir gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt ab.

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Ihre Radiologie Ulm – Vertrauensvolle Diagnostik

Wir sind eine arztgeführte radiologische Praxis, geführt von Dr. med. Philipp May und Dr. med. Martin Sinn, beide Fachärzte für Radiologie. Gerade beim weiblichen Becken zählt neben der Technik das einfühlsame, gründliche Vorgehen: eine sorgfältige Untersuchung, ein klar strukturierter Befund und Zeit für Ihre Fragen.

Unser Ärzteteam

Disclaimer

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen kein ärztliches Gespräch. Die Inhalte orientieren sich an aktuellen medizinischen Leitlinien und Standards.

Medizinische Grundlagen und Quellen

  • S2k-Leitlinie Endometriose (AWMF 015-045, 2025)
  • ESUR-Empfehlungen zur Endometriose-MRT und #ENZIAN-Klassifikation
  • S3-Leitlinien Endometrium- (032-034OL), Zervix- (032-033OL) und Ovarialkarzinom (032-035OL)
  • O-RADS MRI (ACR)
  • S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom (021-007OL)