Brust Diagnostik
Brustdiagnostik · Mammographie & Mamma-MRT
Brustdiagnostik in Ulm: sorgfältig, einfühlsam, klar erklärt
Ob zur Abklärung eines Tastbefunds, in der Nachsorge oder als ergänzende Untersuchung bei dichtem Brustgewebe: Wir setzen Mammographie, Mamma-MRT und – wenn sinnvoll – Ultraschall gezielt ein, um Veränderungen der Brust zuverlässig zu beurteilen. Sie erhalten eine fachärztliche Einordnung des Ergebnisses und einen klaren Befund für Ihre weiterbehandelnde Frauenärztin oder Ihren behandelnden Arzt.
Kaum eine Untersuchung ist so mit Sorge verbunden wie die der Brust. Deshalb kommt es uns auf zweierlei an: eine gründliche, dem Stand der Technik entsprechende Bildgebung, und ein ruhiger, klarer Umgang mit dem, was wir sehen. Kein Verfahren erkennt jede Veränderung; wir kombinieren die Methoden sinnvoll und besprechen mit Ihnen, was in Ihrer Situation zusammenpasst.
Wann ist ein Mammographie-Screening sinnvoll?
Brustuntersuchungen können unterschiedliche Aufgaben haben: Früherkennung bei gesunden Frauen, Abklärung von Beschwerden oder die genauere Beurteilung eines unklaren Befunds. Welche Methode geeignet ist, richtet sich nach Ihrer individuellen Situation.
Früherkennung: das Mammographie-Screening-Programm
Für Frauen zwischen 50 und 75 Jahren gibt es in Deutschland das organisierte Mammographie-Screening, eine qualitätsgesicherte Reihenuntersuchung alle zwei Jahre, von zwei speziell zertifizierten Ärzten unabhängig befundet und von der gesetzlichen Krankenkasse getragen. Die Einladung dazu erfolgt automatisch; Frauen von 70 bis 75 können sich selbst anmelden.
Diese Reihenuntersuchung findet in den dafür zertifizierten Screening-Einheiten statt. Wir sind keine solche Einheit und übernehmen sie daher nicht. Was wir für Sie tun: die gezielte Abklärung bei Beschwerden, einem Tastbefund oder in der Nachsorge.
Kurative Mammographie: die gezielte Abklärung
Anders als die Reihenuntersuchung Gesunder ist die kurative Mammographie eine gezielte Untersuchung bei einer konkreten Frage, etwa bei einem tastbaren Knoten, einer Hauteinziehung, Absonderungen aus der Brustwarze oder in der Nachsorge nach einer Behandlung. Mit einer ärztlichen Überweisung ist sie eine Leistung der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Sie erhalten einen strukturierten Befund für Ihre Frauenärztin oder Ihren behandelnden Arzt.
Mamma-MRT: wann sie sinnvoll ist
Die Mamma-MRT ist besonders empfindlich, und gerade deshalb setzen wir sie überlegt ein, denn sie findet auch einmal Veränderungen, die sich als harmlos herausstellen. Sinnvoll ist sie vor allem:
- zur Abklärung eines in Mammographie oder Ultraschall unklaren Befunds,
- bei dichtem Drüsengewebe, wenn die Mammographie an ihre Grenzen kommt,
- bei deutlich erhöhtem familiärem Risiko als Teil einer intensivierten Früherkennung,
- zur Beurteilung von Brustimplantaten oder zur Unterscheidung von Narbe und neuem Befund.
Als Leistung der gesetzlichen Krankenkasse ist die Mamma-MRT auf einen eng begründeten Verdachtsfall beschränkt. Weitere Infos dazu im Abschnitt "Kosten & Kostenübernahme".
Ich habe dichtes Brustgewebe, was heißt das?
Dichtes Drüsengewebe ist häufig und völlig normal. Es kann die Beurteilung in der Mammographie erschweren, weil dichtes Gewebe und manche Veränderungen ähnlich erscheinen. In diesem Fall besprechen wir mit Ihnen, ob eine ergänzende Untersuchung, etwa eine Mamma-MRT, sinnvoll ist – mit klarem Blick auf den Nutzen und die Grenzen der jeweiligen Methode.
Mammographie
Mammographie: die Basis der Brustdiagnostik
Die Mammographie ist die am besten untersuchte Methode der Brustkrebs-Früherkennung. Für keine andere ist der Nutzen so umfassend belegt. Sie zeigt als einziges Verfahren Mikrokalk zuverlässig, feinste Kalkablagerungen, die ein sehr frühes Zeichen sein können. Wir arbeiten mit moderner digitaler Mammographie. Bei sehr dichtem Drüsengewebe kann die Mammographie an Grenzen stoßen, dann sprechen wir mit Ihnen über eine ergänzende Untersuchung.
Mamma-MRT
Mamma-MRT: das empfindlichste Verfahren
Die Kontrastmittel-MRT der Brust ist die empfindlichste bildgebende Untersuchung. Sie kommt ohne Röntgenstrahlung aus und macht durch die Gabe eines Kontrastmittels stärker durchblutete Areale sichtbar. Gerade weil sie sehr empfindlich ist, setzen wir sie gezielt dort ein, wo sie nachweislich einen zusätzlichen Nutzen bietet: zur Abklärung eines unklaren Befunds, bei dichtem Brustgewebe oder bei erhöhtem familiärem Risiko.
Ultraschall
Ultraschall: ergänzend im Einzelfall
In ausgewählten Fällen ergänzen wir die Bildgebung mit einer Ultraschall-Untersuchung, etwa wenn ein tastbarer Knoten weiter abgeklärt werden soll oder bereits ein Ultraschallbefund Ihrer Frauenärztin oder Ihres Frauenarztes vorliegt. Ob eine Ergänzung sinnvoll ist, entscheiden wir anhand Ihrer Fragestellung.
Wie läuft Ihre Untersuchung ab?
Von der Vorbereitung bis zur Befundübermittlung: Wir erklären Ihnen, was Sie bei Mammographie und Mamma-MRT erwartet, damit Sie gut informiert in die Untersuchung gehen. Unser Team begleitet Sie durch alle Schritte und beantwortet Ihre Fragen jederzeit.
Wie bereite ich mich auf die Mammographie vor?
Für die Mammographie tragen Sie am Untersuchungstag bitte kein Deo, Puder oder Creme im Brust- und Achselbereich – Rückstände können die Bildbeurteilung erschweren. Wenn möglich, legen wir den Termin in die erste Zyklushälfte, da die Brust dann häufig weniger druckempfindlich ist. Für die Mamma-MRT klären wir Metallteile oder einen Herzschrittmacher vorab anhand Ihres Fragebogens.
Tut die Mammographie weh?
Für eine gute Bildqualität wird die Brust kurz zusammengedrückt. Das kann als unangenehm oder kurz schmerzhaft empfunden werden, dauert aber nur wenige Sekunden. Ein Tipp: Der Termin ist in der ersten Zyklushälfte, kurz nach der Regel, oft angenehmer, weil die Brust dann weniger empfindlich ist. Sagen Sie uns jederzeit, wie es Ihnen geht. Wir nehmen uns Zeit.
Mammographie: Wie läuft die Untersuchung Schritt für Schritt ab?
- Für die Mammographie wird die Brust nacheinander zwischen zwei Platten kurz zusammengedrückt. Das kann einen Moment unangenehm sein, ist aber wichtig: Es macht das Gewebe dünner, so werden feinste Kalkspuren sichtbar, bei möglichst geringer Strahlendosis. Der Druck dauert nur wenige Sekunden je Aufnahme.
- In der Regel entstehen je Brust zwei Aufnahmen aus unterschiedlichen Richtungen. Die ganze Untersuchung dauert nur wenige Minuten.
- Unsere Fachärzte befunden die Bilder nach dem BI-RADS-Schema; Ihre behandelnde Praxis erhält einen klaren Befund.
Muss ich für die Mamma-MRT etwas beachten?
Für die Untersuchung erhalten Sie ein Kontrastmittel über eine Vene; wir verwenden moderne, gut verträgliche Präparate. Bei Frauen vor den Wechseljahren planen wir den Termin möglichst in der zweiten Zykluswoche (etwa Tag 7 bis 14), da die Brust dann besonders gut zu beurteilen ist. Die Untersuchung dauert einschließlich Vorbereitung etwa 20 bis 30 Minuten.
Mamma-MRT: Wie läuft die Untersuchung Schritt für Schritt ab?
- Für die Mamma-MRT liegen Sie auf dem Bauch, die Brust ruht frei in einer Spezialspule. Über einen venösen Zugang geben wir ein Kontrastmittel, das durchblutungsreiche Areale sichtbar macht.
- Den Termin legen wir – bei Frauen vor den Wechseljahren – möglichst in die zweite Zykluswoche, weil die Brust dann am besten zu beurteilen ist. Während der Untersuchung erhalten Sie einen Gehörschutz gegen die Klopfgeräusche und stehen über eine Sprechanlage jederzeit mit uns in Kontakt.
- Die eigentliche Aufnahme dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Anschließend beurteilen unsere Fachärztinnen und Fachärzte die Bilder nach dem BI-RADS-Schema und erstellen einen strukturierten Befund.
Wie hoch ist die Strahlenbelastung?
Die Strahlendosis einer Mammographie ist sehr niedrig, etwa ein Zehntel der natürlichen Strahlung, der wir in Deutschland ohnehin jedes Jahr ausgesetzt sind. Sie steht in einem gut vertretbaren Verhältnis zum Nutzen der Untersuchung. Die Mamma-MRT kommt ganz ohne Röntgenstrahlung aus.
Befund verstehen – die nächsten Schritte
Nach einer Brustuntersuchung ist vor allem eines wichtig: eine klare Einordnung des Ergebnisses. Das internationale BI-RADS-System sorgt dafür, dass Brustbefunde einheitlich bewertet werden und nachvollziehbar ist, welche weiteren Schritte sinnvoll sind.
Was bedeutet mein BI-RADS-Wert?
Bildgebende Brustbefunde werden nach dem internationalen BI-RADS-Schema kategorisiert. So lässt sich das Untersuchungsergebnis einheitlich beurteilen und klar ableiten, ob eine Kontrolle, eine weitere Abklärung oder keine weiteren Maßnahmen erforderlich sind.
- 0
- Beurteilung noch nicht abgeschlossen. Eine ergänzende oder frühere Aufnahme ist nötig.
- 1–2
- Unauffällig oder sicher gutartig (z. B. eine Zyste).
- 3
- Höchstwahrscheinlich gutartig: eine kurzfristige Kontrolle bestätigt, dass alles stabil bleibt.
- 4–5
- Unklar bis auffällig. Zur Sicherheit wird eine Gewebeprobe empfohlen.
- 6
- Bereits feingeweblich gesicherter Befund (vor der Behandlung).
Zu Kategorie 3, die oft verunsichert: Sie bedeutet, dass ein Befund mit hoher Wahrscheinlichkeit gutartig ist. Die empfohlene Kontrolle dient nur der Sicherheit, dass sich nichts verändert. Sie ist kein Grund zur Sorge.
Was passiert bei einem auffälligen Befund?
Ein auffälliger Befund bedeutet noch keine Diagnose. Meist folgen zunächst ergänzende Aufnahmen; bleibt eine Stelle unklar, wird zur Sicherheit eine Gewebeprobe empfohlen. Diese führen wir nicht selbst durch, sondern überweisen Sie an eine darauf spezialisierte Einrichtung, etwa ein Brustzentrum. Die weitere Abklärung erfolgt in enger Abstimmung mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt.
Wichtig zu wissen: Die große Mehrheit der so abgeklärten Befunde erweist sich letztlich als gutartig.
Kosten & Kostenübernahme
Die Kosten einer Brustuntersuchung hängen davon ab, aus welchem Anlass sie durchgeführt wird und welche Untersuchung medizinisch erforderlich ist. Gerne informieren wir Sie transparent über die Kostenübernahme durch Ihre Krankenversicherung und über mögliche Selbstzahlerleistungen.
Werden die Kosten für ein Mamma-MRT von der Krankenkasse übernommen?
Als Leistung der gesetzlichen Krankenkasse ist die Mamma-MRT auf medizinisch begründete Verdachtsfälle beschränkt. Sie muss ärztlich zur weiteren Abklärung eines konkreten Krebsverdachts angefordert werden. In anderen Situationen, etwa als ergänzende Früherkennung bei dichtem Brustgewebe oder auf eigenen Wunsch, ist sie eine Selbstzahlerleistung.
Privatversicherte und Beihilfeberechtigte erhalten medizinisch begründete Untersuchungen in der Regel entsprechend ihrem individuellen Versicherungsvertrag erstattet.
Bei einer Untersuchung als Selbstzahlerleistung liegen die Kosten für eine Mamma-MRT beider Brüste mit Kontrastmittel in der Regel bei etwa 900 Euro. Den genauen Betrag nennen wir Ihnen vorab in einem unverbindlichen Kostenvoranschlag.
Ihre Radiologie Ulm – Vertrauensvolle Diagnostik
Die Radiologie Parkstrasse Ulm ist eine arztgeführte Facharztpraxis für Radiologie unter der Leitung von Dr. med. Philipp May und Dr. med. Martin Sinn. Brustdiagnostik verlangt Erfahrung, Präzision und Einfühlungsvermögen.
Jede Untersuchung wird von erfahrenen Fachärztinnen und Fachärzten für Radiologie beurteilt. Sie erhalten eine klare Einordnung nach BI-RADS sowie einen strukturierten Befund als Grundlage für die weitere Behandlung durch Ihre Frauenärztin oder Ihren behandelnden Arzt.
Weitere Kompetenzbereiche
Disclaimer
Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen kein ärztliches Gespräch. Die Inhalte orientieren sich an aktuellen medizinischen Leitlinien und Standards.
Medizinische Grundlagen und Quellen
- S3-Leitlinie Mammakarzinom (AWMF 032-045OL, Version 5.1, 2026)
- Krebsfrüherkennungs-Richtlinie des G-BA (Mammographie-Screening)
- EUSOBI-Empfehlungen zur Brustdichte und zum Brust-MRT
- ACR BI-RADS